Frostiges Naturschauspiel an der Adria – und die Medien schweigen…

Noch verharren die Klima-Medien im Winterschlaf, und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn die kalte Jahreszeit ist naturgemäß kaum dazu angetan, über wie auch immer geartete Temperatur-Rekorde zu fabulieren.

Dabei scheinen die Superlative von Jahr zu Jahr immer weiter gesteigert zu werden.

So wurde bereits im Oktober, also mehrere Wochen vor Jahresende, bereits verkündet, das Jahr 2023 sei das heißeste seit Menschengedenken gewesen, konkret der letzten 125.000 Jahre.

Dabei ist es keineswegs so, dass es nicht auch am anderen Ende des Thermometers an für sich berichtenswerte Ereignisse gäbe. Sie werden von den üblichen Verdächtigen in der Medienlandschaft aber schlicht ignoriert – nicht dass noch jemand am Klima-Narrativ zu zweifeln beginnt.

Oder haben Sie in den vergangenen Tagen in irgendeinem großen deutschen Medienhaus etwas davon gehört, dass die Adria teilweise zugefroren war? Genauer gesagt, im Golf von Triest vor Miramare in Italien? Nein? Das verwundert kaum, denn wie eine kurze Recherche ergeben hat, wurde dieses frostige Jahrhundert-Ereignis nur von einigen Kollegen aus Österreich aufgegriffen, etwa der „Kleinen Zeitung“, dem „Exxpress“ oder dem Lokalsender „Antenne Kärnten“.

Ein dünner Schleier aus Oberflächeneis

Ja, auch „Jahrhundert-Ereignis“ ist eines dieser Superlative, mit denen man für gewöhnlich sehr sparsam umgehen sollte. In diesem Fall scheint es aber zuzutreffen. Den Berichten zufolge war eine teilweise gefrorene Adria in der Bucht von Triest zuletzt vor 25 Jahren zu beobachten, also noch vor der Jahrtausendwende.

Die Meteorologen vor Ort schilderten ihre Eindrücke von dem Naturschauspiel via Facebook in der vergangenen Woche so:

„Ein dünner Schleier aus Oberflächeneis bedeckt heute Morgen das Wasser vor Miramare und bietet unseren Mitarbeitern, die zusammen mit Forschern des Nationalen Instituts für Ozeanografie und Experimentelle Geophysik (OGS) an Überwachungsaktivitäten im Golf beteiligt sind, ein Schauspiel eindrucksvoller Lichtbrechungen.“

Nun kann man es drehen und wenden, wie man will, aber Fakt bleibt: Für die Bildung von Eis bleibt Kälte – hier frostige Nächte – eine der unabdingbaren Grundvoraussetzungen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass an der Eisschicht auf der Adria in diesem konkreten Fall wohl noch eine Phase der Windstille sowie dichter Nebel eine Rolle gespielt haben.

Der Meteorologe Alexander Hedenig von GeoSphere Austria erläutert das äußerst seltene Naturschauspiel gegenüber der „Kleinen Zeitung“ so: „Es war windstill und das Meer völlig ruhig, dadurch konnte sich eine dünne Eisschicht aus Süßwasser an der Oberfläche des Salzwassers bilden.“ Hinzu kam offenbar eine für das Sonnenlicht nur schwer zu durchdringende Nebelbank, die die ohnehin schon niedrigen Temperaturen weiter im Keller hielt.

 

Wetter vs. Klima

Richtig ist, dass sich aufgrund einzelner Ereignisse ganz generell keine allgemeinen Aussagen über das Klima treffen lassen – weder in die eine noch in die andere Richtung. Und so gibt es auch für die Eisschicht auf der Adria eine wissenschaftliche Erklärung, wenn auch eine sehr komplexe und wohl nur für Fachleute vollumfänglich zu verstehende.

Bemerkenswert aber ist, was die Meteorologische Gesellschaft Alpino-Adriatico (siehe Link oben) jüngst über das Ereignis am 24./25. Januar 1999 geschrieben hat, als die Adria zuletzt und bis dato erstmals großflächig gefroren war:

„Es gibt jedoch weder Erinnerungen noch schriftliche Zeugnisse über ein so weit verbreitetes und anhaltendes Phänomen wie das, das sich am 24. und 25. Januar 1999 ereignete, und aus diesem Grund ist es sicherlich als ein Ereignis von außergewöhnlicher Bedeutung für den Golf von Triest anzusehen.“

Für die hiesigen Medien aber offenbar nicht außergewöhnlich genug, als dass man darüber berichten will. Zu groß erscheint wohl die Gefahr, dass allein die Kombination aus Stichwörtern wie „Adria“, „Eis“ und „gefroren“ in den Köpfen der Nutzer unerwünschte Bilder und/oder Rückschlüsse entstehen lässt.

Also lässt man selbst ein „Ereignis von außergewöhnlicher Bedeutung“ lieber ganz unter den Tisch fallen. Im totalen Gegensatz dazu werden im Sommer alle Geschütze aufgefahren, um auch noch so durchsichtige Horror-Szenarien zu entwickeln, etwa wenn aus Bodentemperaturen kurzerhand Lufttemperaturen gemacht werden.

Quelle: Kai Rebmann auf Reitschuster.de

Bilder: Eis auf der Adria – der Klimaschwindel aaron-burden-unsplash

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