Deutsche Parteisoldaten im Gleichschritt
Wenn das Gewissen an der Garderobe abgegeben wird
Stellen Sie sich vor, Sie wählen jemanden, weil Sie denken:
„Der vertritt meine Interessen, der hat Rückgrat, der hört auf sein Gewissen!“
Und dann marschiert dieser Jemand schnurstracks in den Bundestag, hängt sein Gewissen an den Haken und salutiert vor der Parteispitze wie ein dressierter Zinnsoldat.
Willkommen in der deutschen Politik anno 2025, wo Abgeordnete offenbar nicht mehr dem Volk, sondern dem Parteivorstand Rechenschaft schulden – eine Demokratie, in der das Volk der Souverän sein soll, aber am Ende nur die Kaffeekasse der Parteizentrale füllt.
Das ist ein reales deutsches Bild, das irgendwo zwischen Satire und Schreckensvision changiert.
Da haben wir einerseits die CDU unter Friedrich Merz, wo Abweichler nicht nur den Sitz riskieren, sondern gleich als Nestbeschmutzer gebrandmarkt werden.
Wer widerspricht, fliegt – oder wird zumindest so lange kaltgestellt, bis er gelernt hat, dass
„Ja, Chef!“
die einzige akzeptable Antwort ist.
Andererseits schildert ein Kommentar die
„Generation Gleichschritt“ Parteisoldaten, die selbst die absurdesten Vorgaben mit einem Schulterzucken abnicken, als wäre kritische Reflexion ein Fremdwort, das sie im Parteilexikon nicht finden konnten.
Von der Basis bis zum Ex-Minister – alle staunen über die neue Bereitschaft, einfach alles mitzumachen, Hauptsache, die Karriere bleibt auf Schienen.
Aber Moment mal:
Ist das nicht ein bisschen seltsam? Artikel 38 des Grundgesetzes sagt doch klar, dass Abgeordnete nur ihrem Gewissen verantwortlich sind. Frei gewählt vom Volk, um das Volk zu vertreten – nicht um den Launen eines Parteivorstands zu dienen, der irgendwie, irgendwo, irgendwann an die Macht gekommen ist.
Wie sind wir in einer Gesellschaft gelandet, in der gewählte Vertreter ihre Wähler ignorieren und stattdessen vor der Führungsriege strammstehen?
Das klingt weniger nach Demokratie und mehr nach einer schlecht organisierten Schulaufführung, bei der der Regisseur die Strippen zieht und die Schauspieler nur Statisten sind.
Die Ironie ist kaum zu überbieten:
Wir wählen Menschen, die uns repräsentieren sollen, und sie verwandeln sich in Jasager, die ihre Meinung schneller opfern als ein Diätversprechen nach Neujahr.
-
Moral?
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Anstand?
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Verantwortung?
-
Glaubwürdigkeit
Offenbar auf der Strecke geblieben – vielleicht irgendwo zwischen Parteitag und Fraktionssitzung verschüttet, zusammen mit dem Kaffee, den die Abgeordneten trinken, während sie die nächste Weisung entgegennehmen.
Der Druck ist enorm:
Wer nicht spurt, verliert den Listenplatz, den Einfluss, die Zukunft. Und so entsteht eine Politik, in der nicht die Wähler entscheiden, sondern diejenigen, die es geschafft haben, sich in die Vorstandsetagen zu mogeln – eine Macht, die ihnen niemand verliehen hat, außer vielleicht sie selbst.
Was sagt das über uns als Gesellschaft aus?
Dass wir Abgeordnete wählen, nur damit sie sich einer Doktrin unterwerfen, die mit den Bedürfnissen des Volkes wenig zu tun hat?
Das ist kein Parlament, das ist ein Marionettentheater mit schlechten Kostümen.
Wenn die Parteispitze zur eigentlichen Souveränin wird, können wir uns die Wahlen auch sparen und gleich die Vorstände krönen lassen.
Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal nicht Parteien wählen, sondern Gewissen – falls wir noch welche finden, die nicht im Schrank der Parteizentrale verstauben.
Bilder: Radio Qfm Edition: Deutscher Bundestag – “Das Gewissen an der Garderobe abgeben”
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